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St. Mary, Altenberg (Altenberger Cathedral)

Restoration of the gothic west window

Der Ursprungsgedanke zum Ausbau des Westfensters (ca. 1390) war die Sicherung des Fensters während der Sanierungsarbeiten am Dom. Als das wertvollste Fenster sollte es für die gesamte Bauzeit ausgelagert werden. Nach der statischen Neuberechnung des Steinmaßwerkes sollte es in diesem Zuge auch eine Schutzverglasung erhalten. In der Werkstatt selbst war zu Beginn lediglich eine restauratorische Pinselreinigung, sowie Sprungklebung angedacht.

Während der naturwissenschaftlichen Untersuchungen wurde dann jedoch festgestellt, dass sich eine Vielzahl an schädlichen Mikroorganismen auf den Gläsern befand. Diese Mikroorganismen verstärken die bereits vorhandenen Beschädigungen an Malerei und Glas. Ursache für das extreme Aufkommen des Schimmels waren Ölrückstände vergangener, schlecht gereinigter Neuverkittungen. Auch zeigte sich anhand der bestehenden Dokumentation von 1965, dass sich die Korrosion auf den Gläsern verstärkt und ausgeweitet hatte. Daraufhin entschied man sich für eine sehr umfangreiche Dokumentation mit Mittelformatdias - vor, während und nach der Restaurierung, Kleinbilddias mit Schadensbildern, die schließlich den Schadenskatalog gebildet haben. Der Schadenskatalog wiederum bildete die Grundlage der Kartierung. Zunächst war eine Kartierung auf Bleirissen im MSTB 1:1 angedacht, die dann aber zur besseren Archivierung auf ein A3 Format verkleinert wurde. Dort wurden dann Zustand, Bestand und Maßnahmen eingetragen.
Erst nach Abschluss der Untersuchungen konnte dann, in enger Abstimmung mit dem Denkmalamt Brauweiler, der Dombauhütte Köln und dem BLB NRW ein Restaurierungskonzept erstellt, und nach Genehmigung, mit der Restaurierung selbst begonnen werden.